Transgenderismus: Der Gift-Cocktail aus Ideologie, Skalpell und Hormonen

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Die Transgender-Epidemie ist aus den USA nach Europa übergeschwappt. Plötzlich sind pubertierende Kinder verunsichert, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Medizinische Experten, Popsänger und TikTok-Videos suggerieren ihnen, dass sie sich frei für ihr Geschlecht entscheiden könnten. Dazu seien „nur“ lebenslängliche Hormontherapien und irreversible Operationen notwendig. Der Gynäkologe Prof. Johannes Huber spricht Klartext.

Transgender-Epidemie

Die Idee, man könne sein Geschlecht beliebig ändern, findet immer mehr gesellschaftliche Akzeptanz. Vor kurzem wurde eine Gruppe von 12-jährigen Mädchen in Wien von der Transgender-Epidemie erfasst. Sie besuchen gemeinsam eine konservative Privatschule.

Eines dieser Mädchen deklariert sich als „genderfluid“, die andere als lesbisch und die dritte als transgeschlechtlich. Letztere möchte also lieber ein Junge sein. Eine zuständige Psychotherapeutin hat die Eltern des Mädchens vorgeladen. Der Vater, ein habilitierter Mediziner, meinte gegenüber der Psychotherapeutin: „Naja, meine Tochter ist doch biologisch gesehen weiblich. Jede einzelne Zelle ihres Körpers enthält ein XX-Chromosom.“ Daraufhin hat sich die Therapeutin entrüstet und sagte: „Wie kann man im 21. Jahrhundert so einen Blödsinn vertreten?“

Ist es denn wirklich diskriminierend, davon auszugehen, dass Jungen und Mädchen unterschiedlich sind?

Laut dem Gynäkologen Prof. Johannes Huber ist der Unterschied zwischen den beiden Geschlechtschromosomen XX und XY nicht einfach nur ein Buchstabe. Frauen haben mit ihrem XX-Chromosom über tausend(!) Gene mehr als Männer. Für das Geschlecht ist es völlig unerheblich, ob sich eine Person als Mann oder Frau fühlt. Der genetisch bedingte genderspezifische Unterschied wirkt sich auf den gesamten Hormonhaushalt des Körpers, die Verträglichkeit von Medikamenten und das Fühlen, Denken und Handeln eines Menschen aus.

Gender ist ein sensibles Thema. Transgenderismus umso mehr. In seinem Buch Das Mann-Frau-Geheimnis (2023) kommt Huber zu drei Schlussfolgerungen aus seiner Forschung, die hier im Überblick geschildert werden.

1. Lassen wir die Kinder wieder Kinder sein

Menschen, die mit ihrer Geschlechtsidentität Schwierigkeiten haben, können extrem darunter leiden. Für sie gibt es bereits ein breites Angebot an medizinischen und psychotherapeutischen Hilfestellungen. Man soll aber nicht in sensible Entwicklungsphasen eines jungen Menschen invasiv eingreifen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann sich noch vieles ändern. Sexuelle Aufklärung sollte erst dann passieren, wenn das Interesse vonseiten des Heranwachsenden kommt. Kinder, die in diesem Bereich noch gar keine Fragen stellen, sollte man nicht mit dem Thema unnötig belasten oder aufwühlen.

Gerade Mädchen sind in der Pubertät noch sensibler als Burschen, was das Thema Sexualität betrifft. Sie sind leichter anfällig für soziale Trends, weil sie zur Gruppe dazugehören wollen. Wenn es gerade „in“ ist, sich sein Geschlecht auszusuchen, werden Mädchen eher mitgerissen. Wenn sie dann im Klassenzimmer zusätzlich Probleme mit Mobbing und ihrem Selbstwert haben, kann der Eindruck entstehen, dass ihre Probleme verschwinden würden, wenn sie ihr Geschlecht ändern. Der radikale Schritt einer Geschlechtsumwandlung schafft jedoch ganz neue Probleme, ohne dass die vorherigen gelöst wurden.

Als Pubertätsblocker werden bei Jungen und Mädchen unter anderem Antiandrogene eingesetzt. In niedriger Dosierung werden sie verwendet, um bei Mädchen Akne zu beseitigen und die Haut zu verbessern. In höherer Dosierung hemmt sie die natürliche Entwicklung einer jungen Dame. Eine heute bekannte Nebenwirkung einer solchen Behandlung ist das signifikant erhöhte Risiko, an einem Meningeom, einer Art Gehirntumor, zu erkranken.

Im Falle einer gegengeschlechtlichen Therapie werden über Jahrzehnte Hormone verschreiben. Dass das nicht unproblematisch ist, kann sich jeder mit Hausverstand vorstellen. Dass die Industrie an Behandlungen ihre Freude hat, die jahrzehntelangen Konsum von Medikamenten bedeuten, kann man sich auch denken.

Bei Unsicherheiten bezüglich der geschlechtlichen Identität sind daher zunächst ethische Psychiater und Psychotherapeuten gefragt.  Es ist unverantwortlich, ohne gründliche psychologische Abklärung mit chemischen Keulen zu hantieren und 11-jährigen Kindern Pubertätsblocker zu verabreichen.

2. Keine chirurgischen Eingriffe bei Minderjährigen

Eigentlich sollte dieser Punkt ebenso eine Sache des Hausverstands sein. Eine Mastektomie ist die chirurgische Entfernung des Brustdrüsengewebes. Wer so etwas einmal gesehen hat, der weiß, dass das kein Sonntagsspaziergang ist. Der Eingriff ist irreversibel. Wenn einer jungen Frau die Brüste entfernt werden, ist es eine extreme Belastung, wenn sie ihre Entscheidung nach einigen Monaten, vielleicht auch Jahren, bereut.

Ohne entsprechende Aufklärung der langfristigen Konsequenzen für sogenannte Geschlechtsumwandlungen bei Jugendlichen zu werben ist skrupellos. Es ist ethisch völlig unverantwortlich, die sensible Entwicklungsphase der Pubertät medikamentös zu unterbrechen oder junge Körper zu verstümmeln.

3. Chemische Umweltverschmutzung vermeiden

Die geschlechtliche Entwicklung eines Menschen wird nicht nur bei der Zeugung durch die Geschlechtschromosomen vorprogrammiert. In der Schwangerschaft macht das Kind eine Art „kleine Pubertät“ während der 12. bis 14. Woche durch. Während dieser Phase können die Keimzellen des Kindes und die Placenta der Mutter jene Hormone vorproduzieren, die in der eigentlichen Pubertät dann zur Wirkung kommen. Das heißt, die Jungen bekommen bereits im Mutterleib Androgene, Mädchen Östrogene.

Wenn Schwangere in dieser kritischen Phase mit Fremdhormonen belastet werden, zum Beispiel durch Pestizide, aber auch Feinstaub, dann kann es zu einer Beeinträchtigung der geschlechtlichen Entwicklung des Kindes kommen. Die Hormone der Antibabypille können jetzt bereits im Grundwasser nachgewiesen werden. Sie verändern Flora und Fauna, und beeinflussen bereits die Entwicklung des Menschen.

Prof. Huber kommt zum Schluss, dass die zunehmende Unsicherheit in der eigenen Geschlechtlichkeit nicht nur ideologisch bedingt ist. Sie ist auch eine Folge der chemischen Umweltverschmutzung, die sich negativ auf unser Hormongleichgewicht auswirkt.

Bildquellen
Kyle, https://unsplash.com/de/fotos/blauer-lidschatten-der-person-a0KL1Um0wBA
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